FRIEDRICH - JUNGE - SCHULE

 

 

 

 

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Pädagogisches Konzept

der Friedrich - Junge - Schule

zur Bildung einer Gemeinschaftsschule

Beschluss der Schulkonferenz vom 21. Mai 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulträger:    Landeshauptstadt Kiel

 

 

 


 

1. Grundsätzliches
  Die Friedrich-Junge-Schule als Gemeinschaftsschule führt zu allen Abschlüssen der Sekundarstufe I. Es besteht die Anschlussperspektive zur Ausbildung in einem Betrieb ebenso wie zur Fortsetzung des Schulbesuchs in der gymnasialen Oberstufe und den Berufsfachschulen.

Die Friedrich-Junge-Schule ist eine Schule der Sekundarstufe I ohne Oberstufe und eng verbunden mit der Friedrich-Junge-Grundschule.

Sie ist seit 2007 eine offene Ganztagsschule mit neu erbauter Mensa.

Ein Oberstufenbau ist nicht erforderlich.

 

Wir haben seit 2007 einen Kooperationsvertrag mit der nahe gelegenen Europaschule „Der Ravensberg – Berufliche Schule und Abendgymnasium“.

Die Friedrich-Junge-Schule als Gemeinschaftsschule hat ein einheitliches, durchgehendes pädagogisches Konzept, nach dem jedes Kind durch individuelle Förderung und Differenzierung der Lernwege seinen Abschluss nach seinen individuellen Fähigkeiten erhält.

Wir behalten unser bewährtes, im Schulprogramm dargestelltes pädagogisches Konzept nach unserem Säulenmodell (Seite 3 und 4) bei und entwickeln es für die Gemeinschaftsschule weiter

(Kontingentstundentafel):

·        Stärkung des Gemeinschaftsgefühls / der Beziehungskompetenz

·        Erziehung zu einem selbstverantwortlichen Menschen

·        Vorbereitung auf den Beruf oder die gymnasiale Oberstufe

·        Ästhetische Bildung

Dazu nehmen wir gern die Unterstützungsangebote des IQSH in Anspruch (z.B. SINUS, „Niemanden zurücklassen – Lesen macht Spaß“, FINE).

 


Unser bewährtes, im Schulprogramm dargestelltes pädagogisches Konzept:

 

1. Stärkung des
Gemeinschaftsgefühls

 

2. Soziales Lernen

 

3. Stärkung der
Selbstkompetenz

 

 

Unter Einbeziehung der Elternschaft finden folgende Aktivitäten statt:

 

·         Einschulungsfeier, Kennenlernprojekt, Klassenpatenschaften

·         Einbindung der neuen Schüler/innen bei einem gemeinsamen Schulausflug

·         gemeinsame klassenübergreifende  sportliche Aktivitäten (Bundesjugendspiele, Spieletag, Kieler-Woche-Sporttag, Sponsorenlauf)

·         Veranstaltung eines Adventsbasars

·         Exkursionen und mindestens zwei Klassenfahrten, Schüleraustausch mit Gdynia (Polen)

·         traditionelles Ehemaligenfest

·         Nachbarschaftsfest

·         Pflege und Gestaltung des Schulhofes

·         gemeinsamer Schulputztag

·         Homepage und  Schülerzeitung

·         Schaffung von Identität (Schullogo, T-Shirts, Schürzen, Taschen, Jahreskalenderblatt)

·         Abschlussball, Entlassungsfeier

·         Elternberatung durch eine Fachkraft

 

 

Die Schule schafft Situationen, in denen Schüler/innen sozial lernen:

 

·         regelmäßiger Besuch sozialer Einrichtungen

·         fächerübergreifende Projekte

·         Erziehung zur Teamfähigkeit

·         mündliche Abschlussprüfungen im Team

·         Wahlpflichtkurs „Ein Soziales Jahr“ in außerschulischen Einrichtungen

·         Wahlpflichtkurs „Elternschaft lernen“

·         Wahlpflichtkurs „Hausaufgabenbetreuung“ mit Tutorensystem

·         Schulsanitäterausbildung, Erste-Hilfe-Kurs der 9. Klassen

·         Polizeisprechstunde

·         Teilnahme am „Sozialen Tag“

·         Durchführung einer wöchentlichen Klassenstunde

·         Aktion „Start ins Ehrenamt“

 

 

Die Schule schafft Situationen, in denen Schüler ihre Selbstkompetenz entwickeln:

 

·         Methodentraining nach verbindlichem Curriculum

·         Präsentation und Vertretung der Schule bei internen und externen Veranstaltungen

·         EVA – eigenverantwortliches Arbeiten

·         Jugend debattiert (Hertie-Stiftung)

·         Selbsteinschätzungsbögen, Portfolio

·         selbstständig arbeitende Schülervertretung, Hilfsaufsicht

·         selbstverwaltetes Schülercafé

·         klassenübergreifende Projektvorstellungen

       Bewusstseinsberatung – Wahrneh-  
       mungsschulung durch eine Fachkraft

 

 


 

4. Berufsorientierung

5. Vorbereitung auf die
gymnasiale Oberstufe

 

6. Ästhetische Bildung und Sport

 

·         Förderung berufsrelevanter  Kompetenzen ab Klasse 5

·         Informationen und Hilfen bei der Wahl eines Ausbildungsberufesab Klasse 7

·         Zusammenarbeit mit unseren Patenbetrieben (Stadtwerke, Telekom, Famila) und der Arbeitsagentur

·         Schulung der Teamfähigkeit

·         Arbeit mit dem Berufswahlpass (ab Kl.8)

·         Schaukasten mit aktuellen Informationen zur Berufsorientierung

·         FJS-Berufsmesse

·         Verbindlicher Fahrplan Berufsfindung, begleitet durch Klassenlehrer/in:

Information auf Elternabenden,

Schnupperpraktikum 8. Klasse,

Vorstellung von Ausbildungsberufen,

BIZ-Besuch, Betriebspraktikum
9. Klasse, Bewerbungstraining, Teilnahme an externen Berufsmessen, Betriebsbesichtigungen, Sprechstunde der Arbeitsagentur in der Schule

 

·         Kooperation mit dem „Ravensberg“, um einen erfolgreichen Übergang in die
Oberstufe vorzubereiten

·         Abstimmung der Lerninhalte in allen Kompetenzbereichen mit den Kooperationsschulen

·         Französisch: in den 7. Klassen 
                     für alle 4-stündig,
                     ab 8. Klasse 4-stündig

·         frühzeitiges Heranführen an naturwissenschaftliche Arbeitstechniken
(Physik, Biologie, Chemie), wie schon Friedrich Junge die Ganzheitlichkeit der Naturbetrachtung betrieb

·         Schülerbesuchstage an den Kooperationsschulen

·         Methodentraining mit Schwerpunkt auf Präsentationstechniken

·         regelmäßiger fächerübergreifender Projektunterricht

 

·         jährliches Kunst-Kalenderblatt als jahrgangsübergreifendes Projekt

·         Dekoration des Abschlussballs als klassenübergreifendes Projekt

·         externe Kunstausstellungen eigener Schülerarbeiten

 

·         Wahlpflichtkurs „Theater“ mit öffentlichen Aufführungen

·         Theaterabonnement 9. und 10. Klassen mit Vor- und Nachbereitung durch Theaterpädagogen

 

·         Schulchor

·         Schulmusik

·         bewegte Schule (Pausenspieleausleihe)

 

·         Segeln im „Team 8“ mit den Kooperationsschulen

·         Sport-Arbeitsgemeinschaften:
z.B. Volleyball, Fußball, Rudern, Basketball, Handball, Fitness, Selbstverteidigung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2. Formen gemeinsamen Lernens
2.1 Realisation des gemeinsamen Lernens, insbesondere in den Jg. 7-10, auf Fächer, Lernbereiche und Jahrgänge bezogen siehe Konzept zur Umsetzung der Kontingentstundentafel für die Friedrich-Junge-Schule als Gemeinschaftsschule
2.2 Orientierung an den individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler Förderung leistungsschwächerer Schüler/innen –

Lernbüro – betreut von Lehrkräften und Lernlotsen aus den oberen Jahrgängen (WPK)

Werkstattunterricht - Berufsvorbereitung in betrieblichen und außerbetrieblichen Einrichtungen in Klasse 8 / 9

EVA - eigenverantwortliches Arbeiten

Förderung leistungsstärkerer Schüler/innen – Lernbüro, EVA, differenzierter Fremdsprachenunterricht

 

2.3 Bildung von Lerngruppen klassen- und jahrgangsübergreifende Lerngruppen

klasseninterne Lerngruppen

leistungsheterogene Lerngruppen

 

3. Qualitätssicherung
  Versuch der Einführung von Lerntagebüchern (persönlicher Kompetenzbogen)

Portfolio, Diagnose-, Verlaufs-, Kompetenzbögen

Lernkontrolle auf verschiedenen Schwierigkeitsebenen

Beobachtung und Beschreibung der erworbenen Kompetenzen

Zertifizierung besonderer Lernleistungen

Verfolgen des Werdeganges nach Abschluss

 

Rückmeldeverfahren für den Unterricht

Rückmeldung und Auswertung von Organisation und Leitung

Kontrolle der Wirksamkeit von pädagogischen und organisatorischen Maßnahmen

 

Veröffentlichung von Evaluationsergebnissen (z.B. EVIT)


 

4. Ganztagskonzept
  Ziele des Ganztagsangebotes:

1.      Steigerung der Attraktivität des Schullebens

2.      Stärkung der Schülerpersönlichkeiten durch Erfolgserlebnisse im außerunterrichtlichen Bereich

3.      Anregung des aktiven Freizeitverhaltens – Sport, Musik, Technik, Computer

4.      Steigerung der Leistungsfähigkeit durch spezielle Förderung – Hausaufgabenbetreuung, Legasthenie, Dyskalkulie, Sprachen

5.      Angebote im Bereich des Sozialen Lernens

 

Angebote im Rahmen des Ganztagsbetriebes:

1.      Hausaufgabenbetreuung und –hilfe in Kleingruppen durch Studenten, Eltern und Schüler/innen

2.      Sportangebote in mehreren Sportarten – Basketball, Volleyball, Fitness, Tischtennis, Judo

3.      Musikförderung

4.      Erweitertes Fremdsprachenangebot

5.      Entwicklung von technischen Fähigkeiten im Werken und Textilen Werken

6.      Stärkung der Persönlichkeit, u.a. durch Theaterspielen

 

Mittagessenangebot in angenehmer Atmosphäre in der neuen Mensa

 

Verbesserung der Gestaltung der Flure

Schaffen schöner Aufenthaltsräume

Pflege und Gestaltung des Schulhofes

5. Schluss
   

 

  Dieses Konzept einer Gemeinschaftsschule ermöglicht, dass die Begabungen aller Schülerinnen und Schüler gefördert werden und sich die Persönlichkeiten so entwickeln können, dass ihnen weitere Bildungsmöglichkeiten offen stehen.

Genau in diesem Sinne hat bereits vor mehr als 100 Jahren Friedrich Junge Schulen geleitet und das ganzheitliche Lernen besonders im naturwissenschaftlichen Bereich in den Vordergrund gestellt. Viele Ideen seiner „Lebensschule“ fanden in dem Konzept der Schule Eingang und sollen in Zukunft verstärkt eingebunden werden.